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KI-Richtlinie für den Betrieb: Was gehört hinein?

In vielen kleinen Betrieben nutzen einzelne Personen längst KI-Chats, oft ohne dass jemand darüber gesprochen hätte. Die eine lässt Mails umformulieren, der andere fasst Dokumente zusammen. Das kann sinnvoll sein, bringt aber Fragen mit: Was darf eingegeben werden? Wer prüft die Ergebnisse? Eine kurze, verständliche KI-Richtlinie beantwortet das für alle gleich. Dieser Ratgeber zeigt, woraus sie bestehen kann.

Warum überhaupt eine Richtlinie?

Ohne gemeinsame Regeln entscheidet jede Person nach Gefühl. Das führt zu Unsicherheit: Die einen trauen sich nichts, die anderen geben vielleicht Dinge ein, die nicht in einen Chat gehören. Eine Richtlinie schafft einen Rahmen, ohne den Alltag zu bremsen. Sie muss nicht lang sein; zwei bis vier Seiten in einfacher Sprache reichen meist, damit sie auch gelesen wird.

Die wichtigsten Abschnitte

Die Ampel-Idee

Viele Betriebe fahren gut mit einer Ampel, weil sie sich schnell merken lässt. Grün sind unkritische Aufgaben, etwa Formulierungshilfen für allgemeine Texte oder Ideen für eine Gliederung. Gelb sind Fälle, in denen man vorher kurz nachfragt oder Angaben unkenntlich macht. Rot sind Eingaben, die tabu sind, zum Beispiel Zugangsdaten, Gesundheitsangaben oder vertrauliche Unterlagen von Kundschaft. Wo genau deine Grenzen liegen, legst du selbst fest; die Ampel ist nur die Form.

Fünf Praxistipps für die Einführung

1. Klein anfangen. Sammle zuerst, was im Team schon genutzt wird. Eine kurze Umfrage reicht.

2. Beispiele aus dem eigenen Alltag nutzen. „Darf ich diese Kundenmail so eingeben?“ ist greifbarer als ein Paragraf.

3. Gemeinsam üben. Eine Stunde im Team mit ein paar Übungsfällen bringt oft mehr als ein langes Rundschreiben.

4. Dokumentieren. Halte fest, welche Werkzeuge im Einsatz sind und wer an der Einführung teilgenommen hat. Das schafft Überblick.

5. Regelmäßig nachschauen. Werkzeuge und Angebote ändern sich. Prüfe die Richtlinie ein- bis zweimal im Jahr.

Der rechtliche Rahmen

Bei KI im Betrieb werden häufig die KI-Verordnung (dort Art. 4 zur KI-Kompetenz) und die Datenschutz-Grundverordnung genannt. Betrachte das zunächst als Schulungs- und Kompetenzthema: Wer KI nutzt, sollte wissen, was er tut. Welche Anforderungen für deinen Betrieb im Einzelnen gelten und wie der aktuelle Stand ist, solltest du selbst prüfen oder fachkundig klären lassen. Stand prüfen, keine Rechtsberatung.

Passend dazu

Wer die Richtlinie nicht von Grund auf schreiben möchte: Die Mappe KI-Regeln fürs Team enthält eine Richtlinie mit neun Abschnitten zum Anpassen, eine Ampel-Checkliste, einen Ablaufplan für eine 60-Minuten-Einführung sowie Vorlagen für Verzeichnis und Teilnahmeliste. Möchtest du auch Vorlagen für Büro und Kundenservice, bündelt die Komplettmappe alle drei Mappen. Nötig ist das nicht: Mit den Abschnitten oben kannst du schon heute ein erstes Blatt für dein Team entwerfen.

Allgemeine Informationen.

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